DBK-Vorsitzender Wilmer und ZdK-Präsidentin Stetter-Karp bekräftigen in Frankfurt den sogenannten Synodalen Weg. Die Synodalkonferenz soll kommen. Rom schweigt noch.
Die Zerstörung bleibt Kernziel
Am 15. April 2026 haben sich Bischof Heiner Wilmer SCJ, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), und Dr. Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), in Frankfurt a. M. zu einem Meinungsaustausch getroffen. Ein Schwerpunkt: der sogenannte Synodale Weg der Kirche in Deutschland. Eine offizielle Pressemitteilung der DBK (Nr. 052, 15. April 2026) hält den Gesprächsverlauf fest.
Wilmer, der erst im Februar das Amt des DBK-Vorsitzenden übernahm und als Bischof von Hildesheim regelmäßig mit der Mehrheit für teils einschneidende Änderungsbestrebungen an der überlieferten kirchlichen Lehre stimmte, erklärte wörtlich: „Wir sind auf einem guten Weg und es ist wichtig, dass wir weltkirchliche Erfahrungen auf diesem Weg in unser Handeln integrieren. Bei allem braucht es Geduld. Gerade deshalb ist es gut, wenn wir uns auf dem Katholikentag dieses Weges vergewissern können.”
Stetter-Karp fügte hinzu: „Ich vertraue der Erneuerungskraft des Evangeliums. Und ich hoffe sehr, dass die fünf Tage in Würzburg viele Menschen inspirieren und ermutigen.” Beide werden beim Katholikentag (13. bis 17. Mai 2026 in Würzburg), dem Leitwort „Hab Mut, steh auf!” folgend, gemeinsam auf Podien auftreten.
Synodalkonferenz wartet auf römische Genehmigung
Im Kern des Gesprächs stand die geplante Synodalkonferenz, die den sogenannten Synodalen Weg dauerhaft institutionalisieren soll. Laut Satzung dieses neuen Gremiums soll es „im Sinne ‚synodaler Entscheidungsprozesse‘ zu wichtigen Fragen des kirchlichen Lebens von überdiözesaner Bedeutung” beraten und beschließen. Genau diese gemeinsame Entscheidungsbefugnis von Diözesanbischöfen und Nichtbischöfen will man sich in Rom erkämpfen.
Weder Papst Franziskus noch Papst Leo XIV. haben den Prozess je förmlich gestoppt. Zugleich ließ der Vatikan die Satzung der Synodalkonferenz bislang unbeantwortet. Werde Rom sie genehmigen, erschiene alle bisherige Kritik als substanzlos. Werde sie abgelehnt, entstehe der Eindruck, Rom handle erst dann, wenn die bischöfliche Machtfrage berührt sei, während die Lehrfragen unbeantwortet blieben.
Fakt ist: Die Satzung, ihre Bestimmungen und die angestrebte Richtung atmen keinen katholischen Geist. Beten wir für die Kirche und unsere Hirten.
Quellen: CNA Deutsch · DBK-Pressemitteilung Nr. 052, 15. April 2026





