UNSER MANIFEST

 

Liebe Bischöfe, Priester, Ordensleute, katholische Laien und Menschen guten Willens in aller Welt,

 

mit brennender Sorge beobachten wir die gegenwärtige Situation der katholischen Kirche in Deutschland und weltweit. 

 

Überall erleben wir die Säkularisierung und Entwürdigung ihrer Institution. Viele Menschen haben der katholischen Kirche den Rücken gekehrt, nicht nur wegen der Verfehlungen ihrer Amtsinhaber, sondern gerade weil sie ihr Angesicht weitestgehend verloren hat und die Verkündigung der Wahrheit nicht mehr stattfindet. Die Progressisten haben sozusagen die Mauern Zions, der heiligen Kirche, erobert und zerstören sie nun gleichsam von innen heraus. Seit den 70er Jahren wird die kirchliche Moral sophistisch aufgeweicht und verdreht. 

 

Nach einem Jahrhundert menschenfeindlicher Ideologien wie dem Kommunismus und dem Nationalsozialismus, welchen wir uns ausdrücklich widersetzen, beobachten wir das Aufkommen neuer Ideologien, die eine Entmenschlichung und Sittenverfall zum Ziel haben. 

 

Wo seid ihr Bischöfe, ihr Hirten, die ihr die heilige Kirche und ihre Sendung schützen solltet? Wo seid ihr Männer des Schicksals, die uns gegen die gleichmachenden Ideologien von heute verteidigen und den Absolutheitsanspruch der Kirche geltend machen? An allen Ecken und Enden fehlt der unbedingte katholische Wille. Wenn wir uns umschauen, müssen wir leider sagen: Non est pastor, kein wahrer Hirte ist zu sehen!

 

Als katholische Christen müssen wir aber Antiprogressisten sein, die das Königtum Christi aktiv in der Gesellschaft verbreiten wollen. Wie heißt es im Johannesevangelium: „Bist Du der König der Juden?“, fragte ihn Pilatus. „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ – „Du bist also doch ein König?“ – „Ja, ich bin ein König. Dazu bin ich geboren und in die Welt gekommen, dass ich von DER Wahrheit Zeugnis gebe”. 

 

Sein Königtum wird mit der einen absoluten Wahrheit in Verbindung gebracht, die unserem Leben Sinn gibt und für die es sich zu leben lohnt. Diese katholische Wahrheit muss daher die ganze Kirche und die ganze Gesellschaft durchdringen und beleben. Es ist nicht die Kirche, die sich der Welt anzupassen hat, sondern es ist die Welt, die in den heiligen und vergöttlichten Sabbat der Kirche eingehen muss.

 

Es braucht jetzt eine totale Wende, zuerst in der katholischen Kirche selbst. Dazu haben wir 10 konkrete Forderungen an alle katholischen Kleriker und Laien weltweit formuliert:

 

  1. Rückbesinnung auf das soziale Christkönigtum, welches die gesamte Gesellschaft durchdringen muss.
  2. Verneinung eines Menschheitsfortschritts, Wiederbetonung der Erbsünde des Menschen und Verurteilung aller modernistischer Irrlehren sowie menschenfeindlicher Ideologien.
  3. Anerkennung einer absoluten, unveränderlichen katholischen Wahrheit.
  4. Verneinung, dass Dogmen zeitgebunden reformuliert oder reinterpretiert werden können.
  5. Verneinung eines „überkonfessionellen Christentums“ und Betonung einer „Rückkehrökumene“.
  6. Ausschließung dogmenleugnender Professoren an katholischen Lehrstühlen.
  7. Wiedereinführung der heiligen Messe im überlieferten Ritus als ein von den teilnehmenden Gläubigen unabhängiges, entrücktes und vorgegebenes Opfergeschehen.
  8. Wiedereinführung des Antimodernisteneids bei allen Theologen und Priestern.
  9. Klare und unmissverständliche Positionierung gegen Abtreibung auf dem Boden der katholischen Lehre.
  10. Wiederbetonung des Naturrechts und der allgemeingültigen Sittenlehre der Kirche.

 

In aller Liebe in Christus bitten wir um die sofortige Umsetzung dieser Forderungen. Sonst wird der Verfall der Kirche unaufhaltsam weitergehen. Unser Ziel ist es, den Frieden Christi in die Welt zu tragen und dazu brauchen wir das gemeinsame Fundament des Glaubens. Denn wir sind alle nur Diener des Höchsten und in nicht allzu langer Zeit erwartet uns alle der eigene Tod. Dann wird Gericht gehalten über alles, was wir in dieser Zeit getan oder auch nicht getan haben.

 

Unsere Vereinigung setzt sich auf vielfältige Weise im Dienst der Nächstenliebe für die Mission im Namen des Christkönig ein. So soll sich sein Friedensreich zuerst in unseren eigenen Herzen ausbreiten, durch eine radikale Umkehr zu den Sitten der Kirche. Gleichzeitig wollen wir durch verschiedene Aktionen die Menschen erreichen, die noch weit von Gott und seiner Wahrheit entfernt sind, um ihre Seelen auf den Weg des Glaubens und der Tugenden zu führen.

 

Hochachtungsvoll,

 

Christkönigtum