Brasiliens Bischofskonferenz: Junge Katholiken haben ein Recht auf die Alte Messe

Msgr. Joel Portella Amado, Bischof von Petrópolis und Vorsitzender der Glaubenslehrekommission der CNBB, räumt bei der 62. Vollversammlung in Aparecida ein, was die postkonziliare Hierarchie seit Jahren bestreitet. Die Begründung jedoch bleibt rein soziologisch. „Junge Menschen haben ein Recht auf traditionellere Formen liturgischen Lebens, weil der Katholizismus seiner Natur nach plural ist.”

 

Worauf junge Menschen zurückgreifen

Mit diesem Satz trat Msgr. Joel Portella Amado, Bischof von Petrópolis und Vorsitzender der Kommission für Glaubenslehre der Brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB), bei der 62. Vollversammlung in Aparecida vor die Presse.

Auslöser war die Frage eines Reporters von TV Rede Vida nach einer „Rückkehr zu einem gewissen katholischen Traditionalismus in den Messen”. Als Beispiele nannte er junge Menschen, die kniend die Kommunion empfangen oder einen Schleier tragen. Portella Amado bejahte das Recht auf solche Formen ausdrücklich. Er verwies dabei auf den brasilianischen Zensus von 2022, demzufolge gerade in der Altersgruppe zwischen 19 und 39 Jahren der Anteil der Religionslosen am höchsten ist.

Die Analyse des Bischofs ist nüchtern. Brasilien habe an Religiosität keineswegs verloren, so Portella Amado laut der portugiesischsprachigen Plattform ACIdigital. Im Gegenteil sei das religiöse Spektrum breiter geworden. In Momenten der geistlichen Leere griffen junge Menschen bisweilen auf „historische Formen des Glaubenslebens” zurück, auf Ausdrucksformen, die sie selbst nie erlebt hätten, denen sie jedoch Orientierung und Transzendenz zuschrieben.

 

Begriffe sind entscheidend

Entscheidend ist die dahinterliegende Begründung. Portella Amado leitet das Recht auf den überlieferten Ritus aus dem „pluralen Wesen” des Katholizismus ab.

Die theologische Würde des überlieferten Messopfers, das Zeugnis der Kirchenväter und Päpste, das Axiom lex orandi lex credendi: All dies taucht in seiner Einordnung nicht auf. Zugleich warnte er ausdrücklich davor, irgendeine Form als allein verbindlich zu setzen. Damit steht die Alte Messe neben jeder anderen Andachtsform im gleichen soziologischen Regal.

Aus dem Munde eines Vorsitzenden der Glaubenslehrekommission einer der weltgrößten Bischofskonferenzen klingt selbst ein relativistisch begründetes Recht auf die Alte Messe anders als jahrelanges Schweigen.

Die tiefere Wahrheit bleibt: Die Alte Messe steht für den theozentrischen Kult, den Geist der Anbetung, der die großen Kathedralen gebaut hat. Wer sie nur als einen Pluralismus-Fall behandelt, verkennt das wesentliche.

 

Quellen: Infovaticana · Katholisches.info

Unterstützen Sie eine traditionelle katholische Stimme – unabhängig, unbeirrbar, treu.

Christköngtum e.V. steht für eine klare, traditionsverbundene Mission des katholischen Glaubens – ohne Einfluss von Kirchensteuermitteln, parteinahen Organisationen, Großspendern oder politischen Interessen. Unsere mediale und karitative Arbeit als gemeinnütziger Verein finanziert sich ausschließlich durch die freiwillige Unterstützung von Gläubigen.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, dieses Laienapostolat fortzuführen und auszubauen.

Schnell und einfach per PayPal, uvm.:

 Oder klassisch per Überweisung:

Empfänger: Christkönigtum e.V.
IBAN: DE36 3305 0000 0000 2079 85
BIC: WUPSDE33XXX

Spenden an Christkönigtum e.V. sind steuerlich absetzbar. Gerne stellen wir Ihnen eine Spendenquittung aus.

Vergelt’s Gott!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Verwandte Beiträge

Deutschland braucht eine klare katholische Stimme. Mit Ihrer Hilfe verschaffen wir ihr Gehör.

Die Zeit drängt. Während andere resignieren, gehen wir in die Offensive: Für die Tradition, für die Armen, für Christus. Aber dieser Kampf kostet Kraft und Ressourcen.

Unser Dank an Sie: Für jeden Spender lassen wir monatlich Heilige Messen im überlieferten Ritus lesen