Das Synodensekretariat plant zwei internationale Treffen für 2026. Im Oktober kommen alle Bischofskonferenz-Vorsitzenden nach Rom. Thema: Amoris laetitia. Im Oktober 2028 soll eine globale Kirchenversammlung folgen.
Die Pläne stehen fest
Das Sekretariat der Bischofssynode im Vatikan hat am 21. April die nächsten Schritte für den weltweiten „synodalen” Prozess bekanntgegeben. Anlass war eine Online-Sitzung des XVI. Ordentlichen Rates, geleitet von Kardinal Mario Grech, dem Generalsekretär der Bischofssynode. Auf der Tagesordnung stand die Umsetzung des Schlussdokuments der XVI. Vollversammlung von 2024.
Juni und Oktober 2026
Für den 23. bis 25. Juni 2026 ist in Rom ein Vorbereitungstreffen geplant, bei dem die Grundlagen für kontinentale Evaluierungsversammlungen erarbeitet werden sollen. Diese sind für das erste Quartal 2028 vorgesehen. Eingeladen sind die Vorsitzenden der kontinentalen Bischofsräte (CELAM für Lateinamerika, CCEE für Europa, Secam für Afrika), Patriarchen der östlichen Kirchengemeinschaften sowie Vertreter der Bischofskonferenzen der USA und Kanadas. Papst Leo XIV. werde an einem Tag persönlich teilnehmen, teilte das Synodensekretariat mit.
Vom 7. bis 14. Oktober 2026 sollen im Vatikan alle Bischofskonferenz-Vorsitzenden der Weltkirche zusammenkommen. Auf Bitte von Leo XIV. sollen sie über das nachsynodale Schreiben Amoris laetitia und seine seelsorgliche Anwendung, insbesondere bei wiederverheirateten Geschiedenen, beraten. Das Synodensekretariat stellte klar, bei diesem Treffen handle es sich um ein „Konsultationstreffen des Heiligen Vaters mit den Vorsitzenden der Bischofskonferenzen und der Synoden der katholischen Ostkirchen sui iuris”, keinen Synodalvorgang im technischen Sinn. Im Oktober 2028 ist dann eine globale Kirchenversammlung in Rom vorgesehen.
Eine Dauerstruktur mit Enddatum ohne Endpunkt
Der sogenannte Synodale Weg tritt auf Weltebene in eine neue Phase. Aus einem Beratungsprozess wird eine globale Umbauplattform, planmäßig terminiert bis 2028, mit Amoris laetitia als nächstem Etappenziel. Dieses Schreiben wurde in Deutschland zum bevorzugten Hebel für die „pastorale Öffnung” bei wiederverheirateten Geschiedenen. Wer genau hinhört, bemerkt die Verschiebung: Aus kirchlichen Konsultationen werden Änderungsprozesse mit Fahrplan, schrittweise gesetzt, ohne Dogmenrevision auf dem Papier.
Quellen: Vatican News





