Konsistorium ohne Liturgiefrage: Kardinäle erwarten 2026 keine Lösung für die Alte Messe

Erzbischof Viola vom Dikasterium für den Gottesdienst treibt die Restriktionspolitik gegen die überlieferte Messe ideologisch voran. Das Konsistorium im Juni 2026 wird das Thema aussparen.

 

Keine Lösung

Mehrere Kardinäle und hochrangige Kurienbeamte rechnen in diesem Jahr nicht mehr mit einer Lösung in der Frage der überlieferten Form der Liturgie. Das berichtete The Pillar am 17. April 2026 unter Berufung auf Vatikanquellen. Papst Leo XIV. habe dem Kardinalskollegium mitgeteilt, das außerordentliche Konsistorium am 26. und 27. Juni 2026 solle die “Evangelisierung” und Evangelii gaudium in den Mittelpunkt stellen. Die Liturgiefrage bleibt damit ausgeklammert.

 

Der Mann hinter der Politik

Nach Angaben von The Pillar sehen mehrere Kardinäle und Vatikanbeamte das eigentliche Problem im Dikasterium für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung weniger beim Präfekten Kardinal Arthur Roche als beim Sekretär, Erzbischof Vittorio Viola. Ein Kardinal sagte dem Portal:

„Roche ist ehrgeizig, aber er ist nicht so ideologisch. Er ist ein ‚Ja-Sager’, er tat, was ihm aufgetragen wurde. Doch Violas Opposition gegen die überlieferte Messe ist ideologischer.“

Besonders aufschlussreich ist ein weiteres Detail: Viola trage den Bischofsring von Erzbischof Annibale Bugnini, dem prägenden Architekten der nachkonziliaren Liturgiereform. Zudem habe er gemeinsam mit dem Laientheologen Andrea Grillo an der Ausarbeitung von Traditionis custodes und weiteren Restriktionsvorschlägen mitgewirkt, so The Pillar unter Berufung auf einen hochrangigen Vatikanbeamten.

 

Leo und die traditionellen Gemeinschaften

Ein Vatikanbeamter berichtete The Pillar von einem Gespräch im Jahr 2025, in dem Leo XIV. einräumte, wenig über traditionelle Gemeinschaften oder die überlieferte Liturgie zu wissen. Zentrales Anliegen des Papstes sei die Frage, ob diese Gemeinschaften das Zweite Vatikanum akzeptierten. In der Folge empfing Leo die Kardinäle Raymond Burke und Robert Sarah, Weihbischof Athanasius Schneider sowie Pater John Berg FSSP, den Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Petrus.

 

Quellen: CNA Deutsch · The Pillar

 

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