Der Imam auf der Kanzel

Die Erzdiözese Brindisi begründete den Abend mit dem Ziel, den Dialog zu fördern und gegenseitiges Verständnis zu entwickeln.

In der Pfarrei San Lorenzo von Brindisi sprach am 15. April Imam Khaled Bouchelaghem über die Grundlagen des Islam. Erzbischof Giovanni Intini saß dabei und hielt am Ende die Schlussansprache. Es war nicht das erste Mal. Im Jahr 2025 hatten Muslime in derselben Pfarrei das Ende des Ramadan gefeiert. 

 

Die Kanzel ist kein interreligiöses Podium

Die Kanzel ist der Ort, von dem herab seit zwei Jahrtausenden die Frohe Botschaft Jesu Christi verkündet wird. Und keine andere. Wer von ihr aus über den Islam unterrichtet, betreibt Gegenverkündigung.

Das ist eine theologische Tatsache, die aus dem Wesen der Kirche folgt. Ihre Mission ist die Mission der Welt, nicht die Alphabetisierung ihrer Gläubigen im fremden Glauben.

Echter “Dialog” achtet die Differenz und setzt sie voraus. Synkretismus behauptet, es gebe keine. In Brindisi wurde der Imam nicht eingeladen, damit die Gläubigen verstehen, wie grundlegend verschieden Islam und Christentum sind. Er wurde eingeladen, damit sie die Grundlagen des Islam erlernen: in einem Kirchenraum, der Christus geweiht ist, von einer Kanzel, die dem Evangelium gehört.

Man frage sich, warum der Abend „Kennen Sie den Islam?” hieß und nicht: „Was lehrt die Kirche über das Heil?” Oder: „Warum ist Christus der einzige Weg?” Diese Fragen stellt man nicht, weil ihre Antworten unbequem wären. Der Dialogbegriff ist das moralische Bleichmittel, mit dem der Anspruch der Wahrheit entfärbt wird, bis nur noch das sanfte Beige der Beliebigkeit übrig bleibt.

 

Ein Muster, das System hat

Was in Brindisi geschah, ist kein Irrtum eines einzelnen, pastoral begeisterten Bischofs. Es ist die sichtbare Konsequenz einer Haltung, die sich von oben nach unten durch die Kirche frisst.

Drei Tage vor dem Imam-Abend in Brindisi, am 13. April 2026, besuchte Papst Leo XIV. die Moschee von Algier. Er zog die Schuhe aus, kniete in stiller Betrachtung vor dem Mihrab nieder und erklärte die Moschee zu einem „heiligen, göttlichen Raum”. Er betete dort, dass „der Frieden und die Gerechtigkeit des Reiches Gottes auch unter uns gegenwärtig sein mögen”.

Was als päpstliche Geste der Friedfertigkeit getarnt war, trägt eine Botschaft, die bis in die Pfarreien wirkt. Wenn der Papst die Moschee heiligt, öffnet der Bischof die Kanzel. Das ist die Logik des synkretistischen Sogs: Was oben als Dialoggeste beginnt, wird unten zur Praxis.

Ein Jahr Ramadan-Iftar in der Pfarrkirche. Im nächsten Jahr ein islamischer „Katechismus” von der Kanzel. Welche Veranstaltung der Reihe „Kennen Sie den Islam?” folgt dann im Jahr 2027? Die Frage folgt einer Logik, die in Brindisi bereits ihren eigenen Schwung entwickelt hat.

Es gibt Gläubige in Brindisi, die nach diesem Abend mehr über den Islam wissen als zuvor. Ob irgendjemand mehr über Christus weiß, ist nicht zweifelhaft. Das Programm sah das nicht vor.

 

Quelle: Infovaticana.com

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