New York legalisiert das Sterben: Bischöfe veröffentlichen Leitfaden

Staat und Arzt werden in New York ab August zu Akteuren eines Vorgangs, den die Kirche seit je als Anmaßung am schöpferischen Recht Gottes über Leben und Tod bewertet.

Governor Kathy Hochul hat im Februar 2026 den assistierten Suizid in New York legalisiert. Ab August tritt das Gesetz in Kraft. Die Bischöfe des Staates antworten mit einem klaren Leitfaden gegen die Kultur des Todes.

 

Ein Leitfaden

Am 20. April 2026 haben die katholischen Bischöfe des Staates New York einen aktualisierten Leitfaden mit dem Titel „Jetzt und in der Stunde unseres Todes“ veröffentlicht. Anlass: New York legalisiert ab August 2026 den assistierten Suizid.

Governor Kathy Hochul unterzeichnete im Februar 2026 den sogenannten Medical Aid in Dying Act. Todeskranke Patienten mit einer Prognose von maximal sechs Monaten erlaubt das Gesetz künftig, vom Arzt verschriebene Mittel zur Selbsttötung zu erhalten. Dennis Poust, Exekutivdirektor der New York State Catholic Conference, erklärte:

„Unsere Hoffnung ist, dass viele Tausende von Katholiken in den kommenden Jahren ‚Jetzt und in der Stunde unseres Todes‘ als nützlichen Leitfaden erleben werden in dem, was von Natur aus eine sehr belastende Zeit ist.“ (Originalwortlaut: „Our hope is that many thousands more Catholics in the years to come will find ‘Now and at the Hour of Our Death’ to be a useful guide in what is by nature a very stressful time.“)

Das acht Seiten starke Heft erklärt die klassische Unterscheidung zwischen ordentlichen und außerordentlichen Mitteln der Lebenserhaltung. Aktive Sterbehilfe und assistierter Suizid seien schwerwiegend unmoralisch (original: „objectively immoral“), unabhängig von jeder Mitleidsrhetorik. Das Entfernen lebenserhaltender Maßnahmen mit der Absicht, den Tod herbeizuführen, bezeichnen die Bischöfe als passive Euthanasie, stets „dem Willen Gottes zuwider“ (original: „always gravely contrary to God’s will“). Das Dokument ist an sich eine ordentliche Mahnung, auch wenn die Betonung der Sakramente hätte deutlicher ausfallen können.

 

Die Todesmaschinerie zieht eine Grenze

Staat und Arzt werden in New York ab August zu Akteuren eines Vorgangs, den die Kirche seit je als Anmaßung am schöpferischen Recht Gottes über Leben und Tod bewertet. Wer das Sterben organisiert, hat den Sinn des Leidens aufgegeben. Die Bischöfe des Staates setzen in dieser Stunde ein Zeichen jener verwundeten Liebe, die dem Irrtum nicht nachgibt.

Die Ersatzteillager-Logik des modernen Staates, die ein Leben nach seiner Nützlichkeit bewertet, wird durch keinen noch so wohlmeinenden Erlass überwunden. Hier liegt die Wahrheit offen: Es gibt kein Recht auf vorgeburtliche Kindstötung, und es gibt kein Recht auf staatlich organisierten Tod.

Quellen: The Catholic Herald · New York State Catholic Conference 

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