Münchner Marsch fürs Leben: Barron grüßt, Marx und Wilmer bleiben stumm

Marsch für das Leben 2026 | München

Bischof Robert Barron sicherte den Teilnehmern des sechsten Münchner Marsches fürs Leben die Unterstützung der US-amerikanischen Kirche zu. Kardinal Marx hingegen ließ mitteilen, die Erzdiözese werde sich „nicht äußern”.

 

Schweigen sagt viel

Am 18. April 2026 fand in München zum sechsten Mal der Marsch fürs Leben statt. Bischof Robert Barron von Winona-Rochester und Erzbischof Nikola Eterović, der frühere Apostolische Nuntius in Deutschland, schickten Grußbotschaften. Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, sowie der neue DBK-Vorsitzende Bischof Heiner Wilmer SCJ blieben auf Anfrage stumm.

Bischof Barron, weltweit bekannt als Gründer des Medienapostolats Word on Fire, sandte eine Videobotschaft an die Teilnehmer:

„Gebt nicht auf. Ich weiß, dass ihr euch in einem sehr säkularisierten Umfeld befindet. Ich weiß, dass es in Deutschland viele Bestrebungen gibt, Abtreibung in allen Fällen zu legalisieren. Widersteht dem und verliert die Hoffnung nicht.”

Im Namen aller US-amerikanischen Bischöfe versicherte er: „Wir stehen an eurer Seite bei diesem sehr, sehr wichtigen öffentlichen Zeugnis.” Erzbischof Eterović übersandte sein Grußwort ausdrücklich im Namen von Papst Leo XIV. Er dankte den Teilnehmern:

„damit gerade das verwundete und verwundbarste menschliche Leben nicht der Willkür in die Hände fällt, sondern in liebende Hände von Menschen, welche die Worte Jesu Christi zum Ausdruck bringen: ‚Ich bin es; fürchtet euch nicht’ (Joh 6,20).”

 

Marx und Wilmer: Kein Wort für das Leben

Bischof Wilmer erklärte auf Corrigenda-Anfrage, die DBK nehme „als Zusammenschluss der Bischöfe in Deutschland vor allem bundesweite und übergreifende Aufgaben wahr. Daher werden regionale Veranstaltungen in der Regel nicht begleitet.” Tagelang schwieg das Erzbistum München und Freising auf mehrfache Anfragen.

Schließlich teilte die Pressestelle mit:

„Sie müssen nicht mehr auf unsere Antwort warten, die Erzdiözese wird sich dazu nicht äußern.”

Silja Fichtner, Organisatorin des Marsches, zeigte sich enttäuscht: „Eigentlich könnte Kardinal Marx stolz darauf sein, dass Katholiken seiner Diözese eine der größten Lebensschutzveranstaltungen im deutschsprachigen Raum organisieren. Es ist traurig, wenn weder der Sache noch dem Engagement die entsprechende Wertschätzung entgegengebracht wird.”

Wer mehr als 100.000 vorgeburtliche Kindstötungen pro Jahr in Deutschland nicht zu kommentieren weiß, hat die Grundaufgabe des Bischofsamtes aufgegeben.

 

Quellen: CNA Deutsch, Corrigenda

 

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