Monsignore Michael Landau, 1992 zum Priester geweiht und derzeit Präsident von Caritas Europa, hat die Kirche mit Blick auf ihre Geschichte im Umgang mit Frauen scharf kritisiert. In einer aktuellen Stellungnahme sagte er, die Kirche sei in vergangenen Jahrhunderten „eher keine Vorkämpferin für Gleichberechtigung und Geschlechtergerechtigkeit“ gewesen.
Kirche -darf- klüger und weiblicher werden
Landau erklärte wörtlich: „Denn auch wenn die Kirche in den vergangenen Jahrhunderten eher keine Vorkämpferin für Gleichberechtigung und Geschlechtergerechtigkeit war, so darf sie doch klüger und – hoffentlich – auch weiblicher werden.“
Mit solchen Aussagen wird der Eindruck erweckt, als habe sich die Kirche über Jahrhunderte gerade im Umgang mit Frauen moralisch schuldig gemacht. Genau darin liegt der problematische Kern dieser Wortmeldung: Sie übernimmt Maßstäbe und Schlagworte des Zeitgeistes und zeichnet zugleich ein Zerrbild der Kirchengeschichte. Denn nicht die Kirche hat die Würde der Frau herabgesetzt, sondern sie in einer vielfach rohen und heidnischen Welt besonders hervorgehoben, geschützt und geehrt.
Quelle: kleinezeitung.at





