Der Geist der Abtötung beschränkt sich nicht auf körperliches Wehetun; er umfasst auch das Neinsagen zum eigenen Ich, zum selbstherrlichen Willen und Verstand. So wie unser Leib in ungeordneter Weise nach sinnlichem Genuss strebt, so kennt unser Ich ungeordnete Regungen der Selbstbehauptung. Eigenliebe und Selbstgefälligkeit bejahen das Ich oft so kräftig, dass der Mensch, zumeist unbewusst, sich gern zum Mittelpunkt der Welt machen möchte.
So lange die Abtötung nicht die Eigenliebe trifft, bleibt sie auf halben Wege stehen und erreicht nicht ihr Ziel.
So lange die Abtötung nicht die Eigenliebe trifft, bleibt sie auf halben Wege stehen und erreicht nicht ihr Ziel.
“Wenn ihr alles getan habt, was euch geboten war, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte.”
(Lk 17, 10)
Die Früchte des Geistes aber sind: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Milde, Güte, Treue, Sanftmut, Bescheidenheit, Enthaltsamkeit, Keuschheit. Nur wer mutig ist und Gewalt anwendet, reisst das Himmelreich an sich. Nur der wird gekrönt, der den guten Kampf gekämpft hat im Geiste des Evangeliums und nicht weil es die Mode so wollte. Lasst uns darum kraftvoll kämpfen, lasst uns hurtig laufen, damit wir ans Ziel kommen, damit wir die Krone erringen.
Denn wer im Leben treu gekämpft hat, wird auch in der Todesstunde infolge der erworbenen Fähigkeiten leicht den Sieg erringen.
Immer mit Maria – Gott allein!






Eine Antwort
Bei der Aufzählung der Früchte fehlt die Langmut.