Ein Bild entsteht: Die Visitation in Heiligenkreuz wirft Fragen auf

Gruß vom Heiligenkreuz - Youtube Screenshot

Am 15 und 16. Juni 2025 berichtete die italienische Seite Silere non possum über eine apostolische Visitation im österreichischen Stift Heiligenkreuz. Die Maßnahme wurde vom Dikasterium für die Institute des geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens veranlasst. Das offizielle Schreiben des Dikasteriums findet ihr vollständig auf oben verlinkter Seite. Laut diesem soll die Visitation dazu dienen, einen „präzisen Überblick über das monastische Leben und die Leitung der Abtei“ zu gewinnen.

Eine Visitation die Sorgen bereitet

Silere non possum stellt jedoch klar, dass es sich nicht um eine bloß pastorale oder spirituelle Visitation handelt, sondern dass konkrete formelle Vorwürfe gegen die Leitung des Klosters und gegen dessen wirtschaftliche Führung vorliegen. Die apostolischen Visitatoren sind Hochwürden Pater Jeremias Schröder OSB, der nichts von einer “rigiden Tradition” hält, Abtprimas der Benediktiner, und Schwester Christine Rod MC. Letztere ist laut dem Bericht für ihre modernistischen Positionen bekannt. Sie steht beispielsweise gerne dafür ein, dass sich Orden “neu orientieren können“.

Die Redaktion von Silere non possum bewertet den Schritt als gezielte Maßnahme gegen eine konservative Ordensgemeinschaft. Sie kritisiert, dass die Visitation im Stil vieler anderer Eingriffe gegen zu konservative Gemeinschaften erfolge. Die Entscheidung zur Visitation sei unter Papst Franziskus gefällt worden; Papst Leo XIV sei wahrscheinlich erst durch die Veröffentlichung des Berichts darüber informiert worden.

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