Welt und Spiegel haben ebenso wie katholisch.de und weitere Medien über die Proteste gegen die ARD-Christmette berichtet. Genannt wird dabei eine Zahl von rund 1.400 Beschwerde-Mails.
Zahl der Beschwerde-Mails viel höher
Nach der umstrittenen ARD-Übertragung der Christmette wurde die Kritik in zahlreichen Medien aufgegriffen. In der Berichterstattung ist wiederholt von etwa 1.400 eingegangenen Beschwerde-Mails die Rede, die als Maßstab für den öffentlichen Unmut dienen sollen.
Was dabei unerwähnt bleibt: Wir von Christkönigtum e.V. haben ein Muster-Mail-Formular bereitgestellt, über das ein erheblicher Teil der Beschwerden organisiert versendet wurde. Unser interner Zähler verzeichnet über 3.000 Nutzungen dieses Formulars. Die E-Mails wurden dabei von den Personen mit eigener E-Mail Adresse und nach Möglichkeit mit variierenden Texthinzufügungen verschickt.
Die tatsächliche Beteiligung liegt damit deutlich über den öffentlich genannten Zahlen. Dass weder diese höhere Zahl noch der organisatorische Hintergrund benannt werden, lässt die Berichterstattung unvollständig erscheinen.
In der Berichterstattung ist wiederholt von einer „Verletzung religiöser Gefühle“ die Rede. Auffällig ist jedoch, dass diese Formulierung vor allem dann gewählt wird, wenn es um Christen geht und bereits öffentlicher Aufruhr entstanden ist. Bei vergleichbaren Darstellungen gegenüber anderen Religionen – die ebenso geschmacklos und provokativ wären – wäre die mediale Reaktion direkter, schärfer und mit klarer Benennung der Verantwortlichen ausgefallen.






