Gujranwala: LKW rast in Osterprozession. Ein Toter, Dutzende verletzt.

Symbolbild

„Es ist unmöglich zu glauben, dass er die Menschen nicht gesehen hat.” Pater Shahrukh Nathanial OFM überlebte den gezielten Angriff auf seine feiernde Gemeinde. Die Kirche in Pakistan klagt an.

 

Kein Versehen

In den frühen Morgenstunden des Ostersonntags, des 5. April 2026, zogen mehr als zweihundert Gläubige der Franziskanerpfarrei Sankt Franziskus von Assisi in Klasske, Gujranwala (Punjab, Pakistan), mit Kerzen und Palmzweigen singend zur Kirche. Muhammad Bilal steuerte seinen schweren Lastwagen mit voller Absicht in die Prozession. Ein Mensch starb, sechzig wurden verletzt, vier von ihnen schwebten in Lebensgefahr.

Ifran Masih, ein Ziegelsteinarbeiter, erlag seinen Verletzungen im Gujranwala Medical College Hospital. Augenzeugen bestätigten gegenüber Barnabas Aid, der Angriff sei ein vorsätzlich und sorgfältig geplanter Terroranschlag gewesen. Der Fahrer floh zunächst, wurde später festgenommen. Sicherheitskräfte fehlten trotz vorheriger Zusage, die Polizei traf erst nach einer Stunde ein.

Pater Shahrukh Nathanial OFM, der die Prozession anführte, schilderte das Geschehen gegenüber Radio Veritas Asien:

„Der Lastwagen traf die Prozession mit hoher Geschwindigkeit, als wir zur Kirche zogen. Es hat uns alle erschüttert, denn es war eine große Prozession von mehr als zweihundert Menschen mit Kerzen, die Halleluja sangen. Es ist unmöglich zu glauben, dass er die Menschen nicht gesehen hat oder den Gesang nicht gehört hat.”

Ein bekanntes Muster

Pater Qaisar Feroz OFM Cap, Generalsekretär der Bischofskommission für soziale Kommunikation Pakistans, verurteilte die Tat als „eine kriminelle und brutale Tat, ein Zeichen religiöser Intoleranz und geistiger Verwirrung”. Pater Lazar Aslam OFM Cap bezeichnete den Anschlag als „Hass-Anschlag, einen Akt der Christenfeindschaft”. Gegenüber der Nachrichtenagentur Fides betonte er: „Das anhaltende Schweigen der Behörden und der Versuch, solche Vorfälle kleinzureden, sind ebenso schmerzhaft wie die Gewalt selbst”.

Mariamabad und das Umland von Gujranwala sind seit Jahren ein Brennpunkt. Bereits im September 2025 wurde dort ein Christ auf dem Weg zum jährlichen Fest erschossen.

Christenverfolgung in Pakistan folgt einem unerbittlichen Muster. Feste, Prozessionen, laut gesungenes Halleluja: Das sind die Augenblicke, in denen die kleine Herde der pakistanischen Katholiken Sichtbarkeit wagt. Eben diese Momente werden zum Ziel. Behördlicher Schutz bleibt aus, Ermittlungen verlaufen im Sand, internationale Aufmerksamkeit erschöpft sich im Achselzucken. Wunder kann man nicht aufhalten. Die Gemeinde von Gujranwala betet für Ifran Masih und wartet auf Gerechtigkeit.

 

Quellen: Radio Veritas Asia, Agenzia Fides, Barnabas Aid

Unterstützen Sie eine traditionelle katholische Stimme – unabhängig, unbeirrbar, treu.

Christköngtum e.V. steht für eine klare, traditionsverbundene Mission des katholischen Glaubens – ohne Einfluss von Kirchensteuermitteln, parteinahen Organisationen, Großspendern oder politischen Interessen. Unsere mediale und karitative Arbeit als gemeinnütziger Verein finanziert sich ausschließlich durch die freiwillige Unterstützung von Gläubigen.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, dieses Laienapostolat fortzuführen und auszubauen.

Schnell und einfach per PayPal, uvm.:

 Oder klassisch per Überweisung:

Empfänger: Christkönigtum e.V.
IBAN: DE36 3305 0000 0000 2079 85
BIC: WUPSDE33XXX

Spenden an Christkönigtum e.V. sind steuerlich absetzbar. Gerne stellen wir Ihnen eine Spendenquittung aus.

Vergelt’s Gott!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Verwandte Beiträge

Deutschland braucht eine klare katholische Stimme. Mit Ihrer Hilfe verschaffen wir ihr Gehör.

Die Zeit drängt. Während andere resignieren, gehen wir in die Offensive: Für die Tradition, für die Armen, für Christus. Aber dieser Kampf kostet Kraft und Ressourcen.

Unser Dank an Sie: Für jeden Spender lassen wir monatlich Heilige Messen im überlieferten Ritus lesen