Die „Bunten“ sind unter uns

Gastbeitrag von Julian Pastor

Als sich am 1. Dezember 2025 Protest gegen eine kindeswohlgefährdende Dragqueen-Veranstaltung in München heranbildete, ließ sich das einschlägige Portal Queer.de über die wehrhaften katholischen Verteidiger unserer Kinder aus: Die „Queerfeind*innen […] schwenkten ihre ‘Unbeflecktes Herz Mariens’-Fahnen und beteten einen Rosenkranz“, erklärten die Ideologen mit einer Distanzlosigkeit, die sie sich wohlweislich nicht gegenüber ihren „toleranten“ und „diskriminierten“ Muslimen oder Juden erlauben würden.

Alte Probleme – Neue Masken

Dabei ist es kein Zufall, dass die Befürworter einer grenzüberschreitenden Geschlechtserziehung aus denselben Reihen sind wie die Kindeswohlgefährder innerhalb der 68er-Bewegung – so beunruhigend das auch für Eltern ist. Unter den damaligen Verfechtern traf einige die Haft und die soziale Ächtung, andere haben sich (mehr oder weniger glaubwürdig) distanziert und entschuldigt, und wieder andere sind in die delirischen Höhen der öffentlichen Institutionen marschiert – darunter ein Kinderrechts„experte“ des österreichischen Familienministeriums und ein Vorstandsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte. Jetzt ist die Zeit, Namen und Taten zu benennen.

Es hat einen bitteren Beigeschmack, wenn Menschen, die eine Ideologie zu einem menschenverachtenden Exzess vertreten hatten, nun als „Aussteiger“ dieselbe Ideologie vertreten, nur diesmal in der Streubreite des Sagbaren. Man glaubt einem früheren Islamisten einen Ausstieg weniger, wenn er sich nun als moderat-konservativer Moslem gibt, als wenn er ein Christ oder Atheist geworden wäre. Dasselbe gilt für frühere Linksextremisten, die jetzt „nur“ noch für sogenannte Demokratieförderung zuständig sind. Wie glaubwürdig soll nun das „Umdenken“ einiger Aktivisten sein, die sich noch immer ihr „buntes“ und „minderheitenfreundliches“ Regenbogendelirium ersehnen, anstatt in Sack und Asche Buße zu tun?

Daniel Cohn-Bendit ist ehemaliger Friedensaktivist und Mitglied der Grünen und der entsprechenden französischen Écologistes. Von 1994 bis 2014 amtierte er im Europaparlament, ab 2002 als Co-Vorsitzender des grünen Parteibündnisses. In seiner 1975 erschienenen Schrift „Der grosse Basar“ schrieb er über seine Zeit als Erzieher in einem alternativen Frankfurter Kindergarten: „Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an“. Von 1976 bis 1987 arbeitete er als Chefredakteur der linksliberalen Zeitschrift Pflasterstrand, die zwar redlich gegen die städtische Wohnungsnot ankämpfte, sich allerdings mit ihren kindeswohlgefährdenden Artikeln völlig disqualifizierte. Noch heute äußert sich der belastete Politiker zu politische Themen, darunter über die aus seiner Sicht unbedenkliche Verurteilung der französischen Nationalistin Marine Le Pen oder über das „ganze Positive von 1968“, was „andere Bewegungen ermöglicht und initiiert hat, die danach kamen – Frauenbewegung, Schwulenbewegung, emanzipatorische Bewegung“.

Helmut Graupner ist ein österreichischer Rechtsanwalt, Queeraktivist, Mitglied der HIV/Aids-Kommission des österreichischen Gesundheitsministeriums und Kinderrechts„experte“ des Familienministeriums. Im Jahr 1999 erklärte er, „ein Drittel bis zur Hälfte der Beziehungen von 12- oder 13-Jährigen zu Erwachsenen“ sei „durch eine gegenseitige Zuneigung begründet“. Es sei „allein das Gesetz“, das diese Beziehungen „zu einem Objekt juristischer Untersuchung macht“. Noch im Jahr 2001 forderte er die Straffreiheit von Kinderpornographie. Nichtsdestotrotz trat Graupner wiederholt als Sachverständiger der Grünen und der Linken auf.

Jeff Mannes ist Mitarbeiter einer Präventionskampagne der Deutschen Aidshilfe, Mitbegründer der Vegan Society Luxembourg und Kommunikationskoordinator für den Vegetarierbund Deutschland. Außerdem ist er freier Schriftsteller mit einem Schwerpunkt auf dem sadomasochistischen Puppy Play. Am 17. August 2024 erregte er mit einem Artikel auf Queer.de Kopfschütteln. Er beschrieb den Umgang mit einem auf etwa 5 Jahre geschätzten Kind auf einem Berliner Straßenfest: „Es war ein Mensch, ein Puppy-Player, der mit Hundemaske auf allen vieren vor dem Kind saß und es anbellte. Das Kind kriegte sich vor Lachen nicht mehr ein, während die Mutter sich locker weiter mit dem Mann in Leder unterhielt, so als sei es das Normalste der Welt. Der Hundemensch bellte, das Kind hatte einen herzerwärmenden Lachanfall, und Mutter und Handler unterhielten sich freundlich, während um sie herum das Trubeln und Treiben des Straßenfestes weiterging. […] Dabei wird (wen wundert es?) immer wieder das Kindeswohl ins Feld geführt – vorzugsweise von Menschen, die wenig mit Pädagogik oder kindlicher Entwicklung am Hut haben“. Ehrlich gesagt möchte ich diese Auswüchse nicht mit einer logischen Widerlegung würdigen.

Volker Beck ist ein Grünenpolitiker, langjähriger Inhaber mehrerer Fraktions- und Parlamentsämter und heute Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. In einem 1988 erschienenen Artikel bezeichnete er eine „Entkriminalisierung der Pädosexualität“ als „dringend erforderlich“. Im Zuge der Aufarbeitung der grünen Verbrechen unterstellte Beck dem Herausgeber, den Text verfälscht zu haben. Diese Rechtfertigung erwies sich als irreführend, da die besagten Änderungen in keinem nennenswerten Ausmaß und ohne Sinnentstellung vorgenommen wurden. Der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft forderte nach den grünen Wahlversprechen zur Abrüstung sowie etwa 24.000 getöteten und 60.000 verletzten Palästinensern deutsche Waffenlieferungen für die israelischen Vergeltungsaktionen im derzeitigen Gazakrieg: „Wir sollten jetzt Israel nicht in den Arm fallen, sondern es bei der Kriegführung unterstützen“.

Eike Stedefeldt ist ein freier Journalist aus Berlin. Seine Artikel in gemäßigt bis weit linken Zeitungen handeln vordergründig von sexueller Emanzipation. Außerdem war er Redakteur des von 1999 bis 2010 erschienenen Magazins „Gigi“. Dieses wandte sich gegen vermeintliche Hindernisse der Emanzipation, wie eine „Kinderschutzpropaganda der Frauenbewegung“, eine „Kinderporno-Hysterie“ und eine „Jagd auf Kinderschänder“. Stedefeldt selbst schlug darin eine „Vergleichsanalyse der Feindbildkonstruktionen des Juden mit der des Pädophilen“ vor. Ersichtlich sind keine Anzeichen der Besinnung, sondern eine hämische Beschreibung seiner juristischen Erfolge. „Die rechte katholische ‘Kinderschützer’-Sekte CareChild aus Münster durfte ich ebenfalls schon besiegen“, triumphiert er auf seiner Homepage. Auch „ein paar schwule Neonazis und ihre Anwälte“ habe er abwimmeln können.

Rüdiger Lautmann ist Sexualwissenschaftler, Professor für Soziologie und ehemaliges Vorstandsmitglied der „Schwulenberatung Berlin“. In seiner 1994 publizierten Buch „Die Lust am Kind“ verharmloste er faktischen Kindesmissbrauch mit einer verstörenden Detailgenauigkeit. Als sich Entsetzen darüber breitmachte, dass die Schwulenberatung Berlin eine queere Kita initiierte, trat er vom Vorstand des Vereins zurück.

Hans-Eberhard Schultz ist Rechtsanwalt, Vorstandsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte und Gründer und Vorstandsvorsitzender der Eberhard-Schultz-Stiftung für soziale Menschenrechte und Partizipation. Schultz war Mitglied der Kommune 2, einer sozialistisch-anarchistischen Wohngemeinschaft in Berlin. Im Jahr 1969 publizierte der damals 26-Jährige ein Protokoll, worin er unverblümt seine sexuelle Annäherung an ein vierjähriges Mädchen beschrieb. Es handelte sich um die Tochter des Linksterroristen Dieter Kunzelmann, der sie anlässlich einer Reise nach Jordanien, wo er sich im Bombenbau unterweisen ließ, in der Kommune untergebracht hatte.

Als der protestantische Youtuber Leonard Jäger den Grünen-Politiker Cem Özdemir damit konfrontierte, dass Daniel Cohn-Bendit bis zum Jahr 2014 im Europaparlament saß, erwiderte Özdemir verärgert, „dass das nicht ein Problem einer Partei war, sondern dass in den 70er Jahren Zeitschriften, Magazine und viele das so gesehen haben, was eine schlimme Verirrung ist und so weiter“. Abgesehen davon, dass schon in den 70er Jahren Kindesmissbrauch eine Straftat war, erklärt das nicht, warum einschlägig belastete Täter am Schreibtisch und an den Kinderbetten bis heute ihren Einfluss auf die Gesellschaft ausüben können.

Julian Pastor, Buchautor, absolviert derzeit seinen Masterstudiengang in Kirchengeschichte und ist Vorsitzender des Friedrich-Muckermann-Zentrums.

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Vergelt’s Gott!

Eine Antwort

  1. Wenn ihr möchtet, dann informiert auch über die aufgelisteten Menschen, und übt zivilgesellschaftlichen Druck auf die Organisationen aus, in denen sie tätig sind.

    Gott ist allen nahe, die gebrochenen Herzens sind!

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