Resl von Konnersreuth war eine begnadete und stigmatisierte Mystikerin. Sie hatte die besondere Gabe den Heiland in den heiligen eucharistischen Gestalten zu spüren, auch wenn diese nicht zu sehen waren.
Thereses hartes Leben und Ihre wunderbare Heilung
Die stigmatisierte Mystikerin Therese Neumann von Konnersreuth, genannt „Resl“, wurde am 9. April 1898 im oberpfälzischen Konnersreuth geboren. Als eines Tages im Jahre 1918 ein Feuer ausbrach, wollte Resl helfen den Brand zu löschen. Dabei verunglückte die junge Frau und zog sich schwere Verletzungen zu. Die Folge waren Lähmung und Erblindung. Sie lebte die junge Resl ein leidvolles Leben. Erblindet und gelähmt. Doch der liebe Herrgott hatte andere Pläne. Die heilige Theresia von Lisieux erschien der leidenden Therese im Jahre 1923, woraufhin diese von ihren Leiden geheilt wurde. Ein wahrhaftiges Wunder. Dabei sollte es aber nicht bleiben, denn Resl war zu mehr erkoren worden. In den Passionswochen 1926 war sie mit den Wundmalen Christi gezeichnet, den sogenannten Stigmata, In Visionen wurde sie Zeugin der Passion Christi. Um die 700 mal bluteten ihre Stigmata, auf unerklärliche Weise. An Freitagen waren ihre Leiden besonders heftig, was viele fromme Besucher anlockte. Im besetzten Nachkriegsdeutschland zog Resl Neumann auch viele katholische US Soldaten an, die wohl ihren Augen nicht trauen konnten. Sie hatte eine ganz besondere Verbindung zu eucharistischen Heiland, denn seit 1927 hat Therese keine konventionelle Nahrung mehr zu sich, sondern nur noch die heilige Kommunion. Auf Speise und Trank verzichtete sie vollends, denn sie hatte ein unvorstellbares Verlangen nach der Himmelsspeise, dem Fleisch und Blut Jesu Christi, welche wahrhaft eine Speise und wahrhaft ein Trank (Johannes 6,55) sind.
Ärzte bestätigen Ihre Nahrungslosigkeit
Die Nahrungslosigkeit und die blutenden Stigmata wurden von verschiedenen Ärzten untersucht und bestätigt. Ihre besondere Beziehung zu Herrn in der heiligen Eucharistie wird durch ein Vorkommnis sichtbar, welches uns die göttliche Realpräsenz in den heiligen eucharistischen Gestalten vor Augen führt. Dr. Johannes Steiner, ihr Biograph, fuhr eines Tages mit Resl zur Dreifaltigkeits-Wallfahrtskirche nahe Konnersreuth. In der Kirche wurden Renovierungsarbeiten durchgeführt. Dr. Steiner berichtet in seinem Buch (Therese Neumann von Konnersreuth, ein Lebensbild nach authentischen Berichten, Tagebüchern und Dokumenten), dass er, seine Frau und Therese in die Kirche gingen um die dortigen Arbeiten am Hochaltar anzusehen. Als das Trio die Kirche betrat brannte kein ewiges Licht. Von daher neigte Dr. Steiner, wie er berichtet, nur das Haupt und machte keine Kniebeuge. Der Herr war scheinbar nicht im Tabernakel. Doch Resl machte eine Kniebeuge und sagte dass der Heiland sehr wohl im Tabernakel sei. Vertrauend auf Resls Worte hin kniete sich ihr Begleiter ebenfalls hin. Etwas später kam der Pfarrer dazu und berichtete, dass die Arbeiten rund um den Tabernakel beendet seien und das Allerheiligste wieder eingesetzt habe. Nur das Öl ist ihm leider ausgegangen, so dass das ewige Licht nicht entzündet werden konnte. Das Öl habe er gerade geholt und wolle jetzt das Licht entzünden, welches die Anwesenheit des Herrn anzeigt. Was für eine Verbindung muss diese begnadete Frau zum Heiland gehabt haben. Sie spürte ihn und war felsenfest davon überzeugt von der Anwesenheit Jesu Christi im Tabernakel, trotz des fehlenden ewigen Lichtes. Thereses Bruder Ferdinand kann dieses Talent seiner Schwester ebenfalls bestätigen.
Sie spürte den Heiland obwohl man ihn nicht sah
Anfang der 30er Jahre, des vorigen Jahrhunderts, kam Therese mit dem Herrn Pfarrer Naber in die Küche des Pfarrhofes. Ferdinand und Marie, die Geschwister von Therese saßen dort beisammen. Es war ein Sonntag. Plötzlich, ganz aufgeregt, sagt Resl, dass der Heiland hier sei. Pfarrer Naber lachte und redete es ihr aus. Doch sie bestand darauf. Der Heiland ist hier, wiederholte sie sich. Sie spüre ihn, versicherte sie dem Pfarrer und den Anwesenden. Schnurstraks ging sie auf einen Stapel Briefe zu und zog gezielt einen blauen Kuvert heraus. Diesen gab sie dem Pfarrer und garantierte ihm, dass dort drinnen der eucharistische Herr sei. Ungläubig öffnete der Geistliche den Brief und fand darin tatsächlich eine Hostie. Auf dem Brief war kein Absender. Im Briefumschlag bloß die Hostie und leeres Blatt Papier. Doch der Poststempel war aus Waldsassen. Schnell machte man einen verdächtigen Mann aus Waldsassen ausfindig. Dieser gestand, er habe nach der heiligen Kommunion die Hostie aus dem Mund genommen und in den Briefumschlag gelegt, da er von Zweifeln über die Realpräsenz Jesu in der Kommunion geplagt war. Er bereute sein Verbrechen. Über die wahre Gegenwart Jesu in der Eucharistie wird ab diesem Moment wohl geglaubt haben.