Leo XIV. empfängt „Erzbischöfin” von Canterbury: Gemeinsames Gebet im Vatikan

Am 27. April 2026 empfing Leo XIV. im Apostolischen Palast Sarah Mullally, die neue „Erzbischöfin” der Anglikanischen Gemeinschaft, zu einer Privataudienz. Anschließend beteten beide gemeinsam in der Urban-VIII-Kapelle des Vatikans. Mullally, zuvor als Krankenpflegerin und „Bischöfin” tätig und seit wenigen Wochen im Amt, brachte eine Delegation von Lambeth Palace mit.

 

Die Katastrophe des Ökumenismus

In seiner Ansprache erinnerte Leo XIV. an das historische Treffen von Papst Paul VI. mit Michael Ramsey vor sechzig Jahren. Er rief zur Überwindung der Trennungen auf und erklärte:

„Es wäre auch ein Skandal, wenn wir nicht weiter daran arbeiteten, unsere Unterschiede zu überwinden, so unüberwindlich sie auch erscheinen mögen.”

Als theologischen Leitfaden nannte Leo XIV. sein Bischofsmotto In Illo uno unum, nach Augustinus: „In dem, der eins ist, sind wir eins”. Mullallys Ansprache verband den Wunsch nach gegenseitiger Gastfreundschaft trotz der bestehenden Unterschiede mit dem Appell zu gemeinsamem prophetischen Zeugnis“.

 

Apostolicae Curae bleibt gültig

Pius XI. hat in Mortalium Animos (1928) den Grundsatz formuliert, den kein nachkonziliares Dokument aufgehoben hat: Wahre Einheit setzt Rückkehr zur einen Kirche Christi voraus. Sarah Mullally ist nach anglikanischem Recht ordiniert. Ob diese Ordination sakramental gültig ist, hat Leo XIII. in Apostolicae Curae (1896) für anglikanische Weihen verneint. 

Der 27. April war eine der ökumenistischen Gesten, die der postkonziliare Apparat seit Jahrzehnten routiniert vollzogen hat. Härte gegen die Tradition, Nachsicht für die Zerstörung.

 

Quellen: Vatican.va · Vatican News 

Unterstützen Sie eine traditionelle katholische Stimme – unabhängig, unbeirrbar, treu.

Christköngtum e.V. steht für eine klare, traditionsverbundene Mission des katholischen Glaubens – ohne Einfluss von Kirchensteuermitteln, parteinahen Organisationen, Großspendern oder politischen Interessen. Unsere mediale und karitative Arbeit als gemeinnütziger Verein finanziert sich ausschließlich durch die freiwillige Unterstützung von Gläubigen.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, dieses Laienapostolat fortzuführen und auszubauen.

Schnell und einfach per PayPal, uvm.:

 Oder klassisch per Überweisung:

Empfänger: Christkönigtum e.V.
IBAN: DE36 3305 0000 0000 2079 85
BIC: WUPSDE33XXX

Spenden an Christkönigtum e.V. sind steuerlich absetzbar. Gerne stellen wir Ihnen eine Spendenquittung aus.

Vergelt’s Gott!

Eine Antwort

  1. Und die eigenen werden exkommuniziert?
    Mich wundert mittlerweile nichts mehr.
    Wenn ich all das betrachte, dann hole ich mir Trost bei den Worten Christi. „Und würden die Zeiten nicht abgekürzt, so würde kein Mensch gerettet werden.“….
    Dies ist ein wahrer Trost und keine Angstmacherei.
    Aber die Zeit ist vermutlich noch nicht (ganz) reif.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Verwandte Beiträge

Deutschland braucht eine klare katholische Stimme. Mit Ihrer Hilfe verschaffen wir ihr Gehör.

Die Zeit drängt. Während andere resignieren, gehen wir in die Offensive: Für die Tradition, für die Armen, für Christus. Aber dieser Kampf kostet Kraft und Ressourcen.

Unser Dank an Sie: Für jeden Spender lassen wir monatlich Heilige Messen im überlieferten Ritus lesen