Glaubensunterschiede zwischen Katholiken und Protestanten

Dieser Artikel stellt die wesentlichen Glaubensunterschiede zwischen uns Katholiken und den Protestanten dar. Diese Unterschiede haben ihren Ursprung in der Reformation vor über 400 Jahren und verhindern bis heute eine kirchliche Einheit. Im Folgenden werden die wichtigsten Differenzen, detailliert dargestellt.

1. Bibel und Tradition

Für uns Katholiken ist die Bibel von großer Bedeutung, die Heilige Schrift ist von Gott inspiriert / gehaucht und somit frei von jedem Irrtum – Sie ist jedoch nicht die einzige Quelle unseres Glaubens. Neben der Heiligen Schrift spielt die mündliche Überlieferung, die Erblehre, eine zentrale Rolle. Die mündliche Überlieferung reicht bis zu den Aposteln zurück und wurde bis zum heutigen Tag unversehrt bewahrt. Die Protestanten hingegen verwerfen die mündliche Überlieferung und stützen sich ausschließlich auf die Bibel. Hinzu kommen weitere gravierende Unterschiede: Die „Bibeln“ der Protestanten und vielmehr der Freikirchler weisen einen fehlerhaften Kanon auf und sind fehlerhaft übersetzt. Die protestantischen Bibelübersetzer bauen ihre häretischen Lehren direkt in ihre Übersetzung mit ein. Ein Beispiel: Martin Luther fügte in seiner Übersetzung im Römerbrief Kapitel 3, Vers 28 das Wort „allein“ hinzu, obwohl im Urtext an dieser Stelle keine Spur von diesem Begriff zu finden ist. In seiner Übersetzung lautet die Stelle: „Wir halten dafür, dass der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke allein durch den Glauben.“ Diese Tatsache sollte man jeden Protestanten klarmachen, wenn man sich in einer Unterhaltung über den Glauben befindet.

2. Die Sakramente

Ein weiterer gravierender Unterschied liegt in der Anerkennung der Sakramente. Wir bekennen uns zu sieben Sakramenten: Taufe, Eucharistie, Beichte, Firmung, Ehe, Priesterweihe und Krankensalbung. Die Protestanten erkennen hingegen nur zwei Sakramente an: die Taufe und das „Abendmahl“. Sie argumentieren, dass nur diese beiden Sakramente direkt von Christus eingesetzt wurden. Wir Katholiken hingegen finden die Einsetzung aller sieben Sakramente in der Bibel begründet.

3. Das Priesteramt

Bei den Protestanten wurde das Amtspriestertum verworfen. Kein hl. Messopfer, keine Lossprechung. Welches Glück, dass wir katholisch sind! Jesus hat seinen Aposteln priesterliche Gewalten übertragen, und die Apostel haben sie ihren Nachfolgern übergeben. Wenn die Protestanten nur wüssten, was ihnen fehlt.

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4. Glaube und Werke

Ein zentraler Punkt der Kontroverse betrifft das Verständnis von Glaube und guten Werken. Die katholische Lehre betont, dass sowohl Glaube als auch Werke notwendig sind für das Heil. Der Glaube allein reicht nicht aus, um das ewige Leben zu erlangen. Diese Position steht im Gegensatz zur protestantischen Lehre, die auf der Überzeugung basiert, dass allein der Glaube zur Erlösung führt. Dass dies nicht sein kann, liest man bereits in der Bibel: „Nicht jeder, der zu mir sagt: HERR, HERR, wird in das Himmelreich eingehen, sondern der, der den Willen meines Vaters tut.“

5. Kirchliche Autorität

Die Frage der kirchlichen Autorität ist ein weiterer fundamentaler Unterschied. Wir folgen dem Papst als Nachfolger Petri, der von Christus selbst beauftragt wurde, die Kirche zu führen. Diese Einheit der Kirche fehlt bei den Protestanten, was zu einer Vielzahl von Meinungen und Glaubensrichtungen innerhalb der protestantischen Gruppierungen führt. Wir sehen hierin eine gefährliche Zersplitterung und einen Verlust der wahren Lehre.

Zusammenfassung

Diese wesentlichen Unterschiede zwischen uns Katholiken und den Protestanten sind tief verwurzelt und dürfen nicht verharmlost werden. Eine Einheit des Glaubens kann nur durch die Reinheit des Glaubens erreicht werden kann. Das gemeinsame Gebet um die Wiederherstellung der Einheit und die Rückkehr unserer „getrennten Brüder“ ist daher von zentraler Bedeutung. Gleichzeitig müssen wir fest im eigenen Glauben bleiben und diesen mutig bezeugen.

Die Worte des heiligen Augustinus „Liebe den Irrenden, aber töte den Irrtum“ unterstreichen diese Haltung. Bei aller Hochachtung gegenüber Andersgläubigen ist es wichtig, im eigenen Glauben standhaft zu bleiben und klare Unterschiede zu betonen, um die Reinheit und Wahrheit unseres katholischen Glaubens zu bewahren.

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